Eliane Reichardt

Eliane Reichardt

1959 in Dortmund geboren ging ich nach meinem Hauptschulabschluss in die Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notargehilfin, anschließend zur Arzthelferin. Direkt danach besuchte ich die Fachoberschule die ich mit der Fachhochschulreife abschloss, worauf hin ich in Dortmund und Hagen Architektur studierte. Um Schule und Studium auf dem zweiten Bildungsweg zu finanzieren, arbeitete ich nach der Schule und in den (Semester-) Ferien in den unterschiedlichsten Unternehmen und den unterschiedlichsten Bereichen.

Mittlerweile selbstständige Unternehmerin, studierte ich nach der Geburt meines zweiten Kindes in Dortmund Betriebswirtschaftslehre mit Niederländisch als Zweitsprache und den Schwerpunkten Unternehmensführung, Marketing, Personal und Logistik. Seit meinem 19. Lebensjahr bin ich selbstständig. Ich habe mehrere Unternehmen gegründet und später als Unternehmensberaterin und Interimsmanagerin noch mehr beraten. Daneben habe ich während einer dreijährigen Zusammenarbeit mit einer Heilpraktikerin mein Wissen in der Naturheilkunde erweitern, vertiefen und anwenden können. Und ja, teilweise war ich auch Angestellte, so dass mir diese Seite der Berufstätigkeit ebenfalls bestens bekannt ist.

Mein Steckenpferd ist immer die Medizin geblieben. Später kamen Psychologie und in jüngerer Zeit auch Philosophie hinzu. Seit Januar 2006 war ich auch als freiberufliche Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig. Themen waren und sind dabei sicher solche, die meinen Ausbildungen entsprechen, also Wirtschaft/Verwaltung und Gesundheitswesen, aber auch z. B. Bewerbungstraining, Kommunikationstraining und Persönlichkeitsentwicklung.

Nachdem ich mit 51 Jahren meine eigene Hochsensitivität, Hochbegabung und Synästhesie entdeckt hatte, habe ich im Trappmann-Institut eine zweieinhalbjährige Ausbildung zum Counselor und Coach für Hochsensitivität und Hochbegabung absolviert und bin seit Januar 2013 auch in diesen Feldern tätig. Im März 2014 gründete ich eine geschlossene Gruppe auf Facebook unter dem Namen Hochsensitivität – Hochbegabung – Synästhesie, die heute etwa 3.500 Mitglieder zählt und die ich mit Unterstützung durch zwei weitere hervorragende Administratoren nach wie vor aktiv moderiere. Nebenberuflich studiere ich Psychologie an der Fernuniversität in Hagen. Im Frühjahr 2016 erscheint mein erstes Buch zur Hochsensibilität. Ich habe zwei hochsensible und hochbegabte erwachsene Kinder und drei eben solche Enkelkinder. Seit 1999 lebe ich in dem kleinen, geschichtsträchtigen Ort Nottuln im westlichen Münsterland.

Mitgliedschaften

  • IFHS e.V., Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität (www.hochsensibel.org)
  • IHVG e. V., Initiative für Hoch- und Vielbegabte in der Gesellschaft (www.ihvg.org)
  • VSEB e.V., Verband pro Sensitivität & Empathie im Beruf (www.vseb.org) im Vorstand

Meine Motivation

Ich bin weder religiös, noch esoterisch (im modernen Sinne), noch politisch, aber sehr nachdenklich und reflektiv. Ich bin jemand, der über den Tellerrand schaut, Zusammenhänge und Unterschiede sucht und findet und Erkenntnisse auf einen anderen Kontext übertragen kann. Vor allem aber bin ich eines: immer authentisch. Nach meiner Überzeugung hat jeder Mensch einen Platz im Leben, an dem er wichtig und notwendig ist. Sonst gäbe es diesen Menschen nicht. Leider sehen das bei weitem nicht alle Menschen so. Und leider haben bei weitem nicht alle Menschen den Platz inne, an dem sie wichtig und notwendig sind (oder sich so fühlen).

Was meine Fachbereiche angeht, so stelle ich immer wieder fest, dass vor allem nicht oder spät erkannte Hochsensible und Hochbegabte ihren Platz im Leben, vor allem im Arbeitsleben, nur schwer, selten oder manchmal gar nicht finden. Das liegt sicher zu einem großen Teil daran, dass Hochsensibilität noch nicht sehr bekannt und vor allem in Wissenschaft und Forschung noch nicht nennenswert angekommen ist. Dabei betrifft es etwa jeden 7. Menschen! Aus meiner Sicht ist das eine schier unglaubliche Potentialverschwendung. Und es trägt zum Unglück vieler Betroffener und ihrer Familien bei. Zudem belastet es unsere Gesellschaft, in großem Ausmaß unser Gesundheitswesen und unsere Wirtschaft. Gar nicht auszudenken, wie viel Einsparung in allen Bereichen erzielt werden kann, wenn dieses Persönlichkeitsmerkmal als das anerkannt wird, was es ist: ein unglaublich wertvolles Potenzial, was gerade in der heutigen Zeit und gerade in unserem rohstoffarmen Deutschland dringend gebraucht wird. Und wie viel menschlicher das Miteinander sein könnte. Für alle Beteiligten. Ich möchte mit meiner Arbeit meinen Teil dazu beitragen, diesen Zustand grundlegend zu ändern.

Die website von Eliane Reichardt: www.eliane-reichardt.de